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22 Apr 2005

Hannover Messe - Treffpunkt "WASSERSTOFF + BRENNSTOFFZELLE"

Author
Werner Stuetzel, Energie.de
Jedes tag durch die Hannover Messe hat Werner Stuetzel, von Energie.de, die Nachrichten geschrieben.

Heir gibt Werner's Hannover Nachrichten.

Text

HANNOVER MESSE - Treffpunkt "WASSERSTOFF + BRENNSTOFFZELLE" 10/04/05

KURZ KOMMENTIERT

Man mag es kaum glauben - bereits 1999 beschloss die Europäische Union eine Richtlinie mit Höchstwerten der Staubbelastung, die im Jahr 2002 in Deutschland Gesetzesform erhielt: Schon damals stand fest, dass die Grenzwerte am 1. Januar 2005 in Kraft treten. Doch Bund, Länder und Kommunen blieben weitgehend untätig. Und auch die (deutsche) Autoindustrie kümmerte sich herzlich wenig um Gesetz und die Lungen der Bürger.

Doch seit einigen Wochen kommt Hektik auf, Fahrverbote drohen, Maut wird erwogen – zumindest für solche Wagenlenker, die in ihr Dieselfahrzeug keinen Rußfilter eingebaut haben. Nun ist es ja diese Spezies Autos nicht allein, die unsere Luft mit jenen kleinen Partikeln anreichern. Staubteilchen, die als potenzielle Auslöser für schwere Erkrankungen gelten. Industrie und häusliche Schornsteine tragen zur Schadstoffanreicherung kräftig bei. Wie kann da ein Rußfilter im Auto helfen?

Nun gäbe es ja eine wirklich nachhaltige und keineswegs unbekannte Lösung für die Probleme mit diesem Umweltschmutz, wenn man nur wollte und wenn man sich in den vergangenen Jahren etwas eifriger darum bemüht hätte, eine saubere Technologie auch unter wirtschaftlichen Kriterien zur Marktreife zu bringen: die Brennstoffzelle. Was nun wirklich (fast) jeder weiß – ihre „Abgase“ (wenn mit Wasserstoff betrieben) sind nun einmal nichts anderes als H2O!

Was man schon alles kann, wie weit der technologische Fortschritt gediehen ist, was Forschung und Entwicklung tun, welche Zukunftsperspektiven sich für Hersteller und Zulieferer ergeben (könnten) – dies wird auf der HANNOVER MESSE 2005 zu sehen und auch zu erleben sein. So kann auf dem Gemeinschaftsstand „Wasserstoff + Brennstoffzelle“ der Arno A. Evers FAIR-PR in Halle 13 (G60) bei 117 Ausstellern und Forumsteilnehmern wieder kompetent über Problem- und Zukunftslösungen diskutiert werden. Ein begleitender Kongress mit namhaften internationalen Referenten am morgigen Dienstag (12. April 2005) im Convention Center wird einen zusätzlichen Überblick über die weltweiten Aktivitäten auf dem Gebiet der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und deren Weg zur Kommerzialisierung geben. Werner Stützel

HANNOVER MESSE - Treffpunkt "WASSERSTOFF + BRENNSTOFFZELLE" 11/04/05

KURZ-NEWS

Die HANNOVER MESSE 2005 ist eröffnet. Bevor allerdings Aussteller und Besucher die Energiehalle 13, in der auch die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Branche insbesondere auf dem Gemeinschaftsstand „Hydrogen + Fuel Cells“ der Arno A. Evers FAIR-PR (G60) ihr Domizil hat, betreten konnten, war am frühen Vormittag viel Geduld angesagt. Russland Präsident Wladimir Putin gab sich dort gemeinsam mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Ehre, den russischen Partnerstand offiziell zu eröffnen. Penible Eingangskontrollen verursachten lange Warteschlangen, die mit allgemein großer Gelassenheit „erduldet“ wurden. Das Forum-Programm, das jedem Aussteller des Gemeinschaftsstands die Möglichkeit zu einer 20-minütigen moderierten Präsentation gibt, fand wieder zahlreiche Zuhörer. Es wird allenthalben deutlich, dass die Zukunft der Brennstoffzellen-Technologie bereits begonnen hat. Sie ist auf dem Weg zur Kommerzialisierung…Siehe dazu auch den heutigen Kongress (Beginn 10 Uhr im Convention Center). – Internet: www.fair-pr.com.

Mr. Shi Dinghuan (auf unserem Foto mit Übersetzerin “Angela” Hao Zhang), Consultant of the State Council of China, Chief of Middle-Long Term S & T Development Program Group und Chairman of China Solar Energy Association, Former Secretary General of MOST (Chinese Ministery of Science and Technology), war gestern Gast der Newsletter-Redaktion zu einem längeren Interview, über das wir in den nächsten Tagen berichten werden. Insbesondere die chinesischen Bemühungen um eine eigene Brennstoffzellen-Entwicklung im mobilen (Fahrzeuge für den letztlich chinesischen Massenmarkt) und im portablen Einsatz (Handys, Notebooks) dürfte für deutsche und europäische Investoren von großem Interesse sein.

Die Fachhochschule Wiesbaden auf dem hessischen Gemeinschaftsstand (Halle 13 E58/3) zeigt ein neu entwickeltes wasserstoffbetriebenes Flugzeugmodell, das – so heißt es in einer Information – in vielerlei Hinsicht ein Exot in der Modellfliegerei sei. Die Einzigartigkeit, erklärt Prof. Dr. Birgit Scheppat (auf unserem Bild rechts) liege in der Besonderheit des Antriebs durch eine Brennstoffzelle sowie die Energiespeicherung im Form von Wasserstoff und die Entwurfsstrategie im Design eines Nurflüglers. Und so funktionierts: Mit Hilfe einer PEM-Brennstoffzelle wird Wasserstoff an Bord des Flugzeugs in elektrische Energie umgewandelt und kann somit einen Elektromotor antreiben. Die Wasserstoffspeicherung erfolgt über zwei PET-Tanks, die mit 10 bar aufgefüllt sind. Ein Druckminderer verringert den Druck auf die von der Brennstoffzelle benötigten 1000 NmL/min. Dass das Modell auch wirklich fliegt – Prof. Scheppat: „Zurzeit etwa fünf Minuten, aber wir arbeiten daran, die Flugzeit zu verlängern – kann auf dem Messestand auf einem Monitor verfolgt werden. Weitere Informationen unter www.hy-fly.de.

Über „Bio-Energie – Rohstoff für industrielle Energieversorgung?“ referierte gestern Peter Berger (links), MTU CFC Solutions (Stand Halle 13/F60/1) im Rahmen des VDEW/ZVEI-Energieforums „Life Needs Power“ vor zahlreich interessiertem Publikum. Sein Kernsatz: „Die Kombination aus Biogas und Brennstoffzelle öffnet die Tür in eine nachhaltige und vor allem effiziente Energie-Infrastruktur.“ (www.mtu-cfc.com)

Fünf Jahre nach Gründung des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW (www.brennstoffzelle-nrw.de) hat der nordrhein-westfälische Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Die Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergietechnik hat sich zu einer regelrechten Erfolgsstory für Nordrhein-Westfalen entwickelt. NRW spielt in der ersten Liga. Wir gehören zu den führenden Brennstoffzellenregionen in der Welt", sagte der Minister anlässlich des 5. Jahrestreffens des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW in Düsseldorf. "Nordrhein-Westfalen steht für den Ausbau der Brennstoffzellentechnik und den Einstieg in die Wasserstoffenergiewirtschaft", betonte der Minister weiter. Die Landesregierung habe auf den Gebieten Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergietechnik inzwischen 54 Projekte mit über 50 Millionen Euro gefördert. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 100 Millionen Euro liege NRW damit deutschlandweit an der Spitze. Minister Horstmann besucht den Gemeinschaftsstand „Wasserstoff- und Brennstoffzelle“ in Halle 13 am Donnerstag, 12. April, gegen 10 Uhr. NRW ist ebenfalls in Halle 13 vertreten: Stand E84.

Auf der Hannover Messe 2005 (Halle 13/E84) zeigt das Duisburger Zentrum für BrennstoffzellenTechnik was in der Zelle steckt: Mit Wasserstoff versorgt und durch ausgeklügelte Systemtechnik gesteuert werden zwei Stacks auf dem Stand des ZBT betrieben, einer zur Veranschaulichung der Technologie in Form eines Notstromaggregates und einer zur Demonstration der Möglichkeiten der Nutzung der Energie in unterschiedlichsten Formen. Kernkomponente sind jeweils die neuen, kompakten Brennstoffzellenstacks des ZBT - spritzgegossene Bipolarplatten bilden den Rahmen für die Technologie. Duisburger Stacks haben inzwischen in unterschiedlichsten Anwendungen ihre Qualität bewiesen. Die "Brennstoffzelle" selbst ist alleine aber nicht funktionsfähig, sie benötigt Medien wie Luft und Wasserstoff. Die Entwicklungsarbeit an der Brennstoffzelle muss also Hand in Hand gehen mit der Optimierung und Anpassung der Peripherie- und Steuerungstechnik. In der neuen Abteilung "Brennstoffzellen- und Systemtechnik" des ZBT werden diese Arbeiten zusammengeführt, die enge Verzahnung von der Materialoptimierung für die Brennstoffzelle bis zum Engineering für die Anwendung ist die Basis für ein fundiertes Dienstleistungsportfolio, von der Materialentwicklung bis zum Prototypenbau. – Auf unserem Bild ein 250 Watt Brennstoffzellenstack des ZBT. Weitere Informationen im Internet: http://www.zbt-duisburg.de

Amerikanische Wissenschaftler haben eine Minibrennstoffzelle entwickelt, die ohne Membran auskommt, teilt die Initiative Brennstoffzelle mit (in Hannover auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 13, E60/1). Der flüssige Brennstoff Methanol und mit Sauerstoff angereichertes Wasser strömen dabei frei nebeneinander. Da die Strömung praktisch keine Turbulenzen aufweist, durchmischen sich die beiden Flüssigkeiten nicht. So können beide Medien miteinander reagieren, als wären sie durch eine Membran getrennt. Möglich wird ein solches System durch ein spezielles Y-förmiges Design der Brennstoffzelle: Methanol und die sauerstoffhaltige Flüssigkeit strömen jeweils durch ein dünnes Röhrchen, die sich zu einer größeren Röhre vereinigen. An deren Außenwand sind dann Anode und Kathode des Systems aufgebracht, die während des Betriebs Elektronen aufnehmen beziehungsweise abgeben. Im Innern des Röhrchens bildet sich eine stabile Grenzfläche zwischen beiden Flüssigkeiten aus, über die OH-Ionen ausgetauscht werden wie in einer Alkalischen Brennstoffzelle (AFC). Die chemische Reaktion unterscheidet sich also nicht von der in der AFC – nur, dass die Ionen sich nicht durch einen Elektrolyten bewegen, sondern frei durch die Grenzfläche wandern… Die komplette Information ist nachzulesen unter www.initiative-brennstoffzelle.de.

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) - in Halle 13, Stand H76/1 - hat Dr.-Ing. Andreas Mai aus Köln mit dem diesjährigen Innovationspreis Wasserstoff und Brennstoffzelle ausgezeichnet. Seine am Forschungszentrum Jülich angefertigte Dissertation beschäftigt sich mit neuartigen Werkstoffen für die Kathoden von oxidkeramischen Brennstoffzellen. Andreas Mai hat in Tübingen Physik studiert und vergangenes Jahr an der Ruhr-Universität Bochum seine Promotion mit Auszeichnung bestanden. Unter dem Titel "Katalytische und elektrochemische Eigenschaften von eisen- und kobalthaltigen Perowskiten als Kathoden für die oxidkeramische Brennstoffzelle (SOFC)" beschäftigt sich seine Arbeit mit der Eignung dieser Werkstoffe im Vergleich zu den derzeit üblichen Perowskiten auf Manganbasis. Im Mittelpunkt steht dabei die Charakterisierung ihrer katalytischen Aktivität für die Sauerstoffadsorption und die Ermittlung der elektrochemischen Eigenschaften. Es konnten weit höhere Leistungsdichten als bisher üblich erzielt werden; der Maximalwert lag bei 1,0 W/cm² bei 750 °C und 0,7 V Zellspannung. Das ist doppelt so viel wie bisher und ermöglicht das Absenken der Betriebstemperatur um 100 °C ohne Leistungsverlust. Hochtemperatur-Brennstoffzellen, von denen die oxidkeramische Zelle (SOFC) ein Vertreter ist, gelten als besonders geeignet für die stationäre Anwendung. Sie sind wegen ihrer hohen Betriebstemperatur nicht auf Wasserstoff als Brennstoff angewiesen, sondern können mit Erdgas, Methanol, reformiertem Benzin oder sogar Klär-, Gruben- oder Deponiegas betrieben werden. Die Arbeit gilt als erheblicher Fortschritt bei der Weiterentwicklung der SOFC mit planar angeordneten Einzelzellen. Die Übergabe des Preises erfolgt im Zusammenhang mit der diesjährigen DWV-Mitgliederversammlung am 3. Juni in Hannover. Die Dissertation ist vom Forschungszentrum Jülich veröffentlicht worden und unter der ISBN 3-89336-356-4 im Buchhandel erhältlich. Der DWV im Internet: www.dwv-info.de.

HANNOVER MESSE - Treffpunkt "WASSERSTOFF + BRENNSTOFFZELLE" 12/04/05

KURZ-NEWS

Bei einem Rundgang über den Gemeinschaftsstand „Wasserstoff + Brennstoffzelle“ in Halle 13 informierte sich der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Dr. Eberhard Meller, zunächst bei der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) ausführlich über den Stand der Brennstoffzellentechnik, die verschiedenen Brennstoffzellentypen für den stationären Einsatzbereich, die Struktur und Aufgaben der IBZ und über den realistischen Zeithorizont in Bezug auf die Marktführung dieser Technologie. Diese grundsätzlichen Informationen wurden dann bei einzelnen Herstellern mit ihren unterschiedlichen Produktionsschwerpunkten untermauert: Vaillant (F78/2), Sulzer Hexis (F58/1), RWE Fuel Cells (E52/1) und MTU CFC Solutions (F60/1). – Auf unserem Bild (von links): Dr. Eberhard Meller, Michael Koschowitz, Markus Edel, Heinz-Dieter Corsten (alle IBZ).

Amerikanische Forscher arbeiten an einem bis zu 300 Meter langen unbemannten Luftschiff, das aus einer Kombination von Solarzellen und einer Brennstoffzelle mit Energie versorgt wird, teilt die Initiative Brennstoffzelle (Halle 13, Stand H76/1) mit. Bei Tag liefern die Solarzellen die Energie, bei Nacht die Brennstoffzelle. Sie läuft mit Wasserstoff, der tagsüber an Bord aus der Elektrolyse von Wasser hergestellt wird. Das Luftschiff soll in Höhen von bis zu 20 Kilometern aufsteigen, zur Beo-bachtung der Erdoberfläche dienen und ein Jahr lang in der Luft bleiben können. Die Besonderheit des Luftschiffs soll sein, dass es genau über einem Punkt der Erdoberfläche stehen bleiben kann, erklärt Oleg Wasynczuk von der Purdue-Universität in West Lafayette. Solche so genannten geostati-onären Bahnen gibt es zwar auch bei Satelliten, doch diese müssen dazu in knapp 36.000 Kilometern Höhe platziert werden. Sie bewegen sich dabei genauso schnell, wie sich die Erde dreht und verharren daher von der Erde aus gesehen unbeweglich stets in derselben Position. So können sie von fest installierten Satellitenantennen angepeilt werden oder aus einer konstanten Perspektive Wetteraufnahmen von der Erdoberfläche machen. Diese Aufgaben könnte ein Luftschiff billiger und wegen seiner viel geringeren Flughöhe über der Erdoberfläche teilweise auch besser erfüllen, glauben die Forscher von der Purdue-Universität. – Die Information in voller Länge: www.initiative-brennstoffzelle.de.

IdaTech (Halle 13, F58/2)stellt auf HANNOVER MESSE unter anderem sein neues tragbares Brennstoffzellen-Stromaggregat vor, das 250 Watt Wechsel- und Gleichstrom liefert. Das System arbeitet mit einem Brennstoff aus Methanol und Wasser, der aus erneuerbaren Grundstoffen gewonnen werden kann, und umfasst einen integrierten Reformer in einem kompakten, leichten und tragbaren Gehäuse. Das gesamte System wiegt ca. 9 kg (20 lbs) und ist kleiner als ein kleiner Desktop-Computer. Darüber hinaus bietet IdaTech weiterhin Notstromaggregate, Solar-Brennstoffzellenaggregate, kombinierte Heiz- und Stromaggregate (CHP) und Systeme für flüssige Kohlenwasserstoffe an. – Das Unternehmen im Internet: www.idatech.de.

Die Fachhochschule Trier, Kompetenzzentrum Brennstoffzelle am Umwelt-Campus Birkenfeld (www.umwelt-campus.de), stellt auf dem rheinland-pfälzischen Gemeinschaftsstand in Halle 2, Stand C46, eine Direkt-Methanol Brennstoffzelle (DMFC) für Verkaufs-, Fahrkarten- und Distributionsautomaten vor.

HANNOVER MESSE Treffpunkt "WASSERSTOFF + BRENNSTOFFZELLE" 13/04/05

KURZ-NEWS

Die Brennstoffzelle zeigt sich zur HANNOVER MESSE 2005 bei verschiedenen Ausstellern auf dem Gemeinschaftsstand „Wasserstoff + Brennstoffzellen“ in Halle 13 (G60) und in verschiedenen Ausführungen schon ziemlich mobil. So das Leichtelektromobil Fuel Cell SAM der Berner Fachhochschule, Hochschule für Technik und Informatik (www.hti-brennstoffzellen.ch) auf dem Stand von Umicore (E60/2). Der 15 kW Elektromotor bringt es auf eine maximale Geschwindigkeit von 85 km/h (PEM Brennstoffzelle: 6 kW Stapel mit 96 Zellen, Wasserstoff-Luft-System mit interner Befeuchtung und Wasserkühlung). Internet: www.umicore.com. – Keineswegs ein Hi-tech-Spielzeug für das Kind im Mann ist der blaue HyRunner in einem üppig ausgestatteten Zubehörpaket. Das Funktionmodell eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Autos von h-tec Lübeck (E52/2), das auch bei QuinTech Göppingen (E76/3) zu sehen ist, ist mit einem reversiblen Brennstoffzellen-Stack (2 Zellen) ausgestattet. Dieser ermöglicht die Eigenproduktion des Treibstoffs Wasserstoff über eine externe Stromzufuhr. Ladezeit etwa eine Minute, Fahrzeit vier Minuten. Zubehör wie Solar Module HySpeedster, Strahler Spotlight, Steckernetzteil PowerSupply Jnuior und Informationsmaterial MediPack sind inklusive. Das Modell, betsens auch für den Schulunterricht geeignet, ist für 267 Euro zu haben über www.h-tec.com oder www.quintech.de.

Als einen "weiteren Schritt auf dem Weg des Landes NRW zu einem international führenden Standort der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie" hat NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann anlässlich seines Besuches auf der HANNOVER MESSE die Ansiedlung des bayerischen Brennstoffzellen-Herstellers Proton Motor Fuel Cell GmbH in Herten bezeichnet. „Proton Motor besetzt mit seiner Konzentration auf Hybridantriebskonzepte für Nutzfahrzeuge im kleineren Leistungsbereich exakt eines der frühen Marktsegmente, die wir aktuell etablieren werden. Die Ansiedlung von Proton Motor in NRW belohnt unsere Bemühungen in diesem Bereich", betonte der Minister. Internet: www.brennstoffzelle-nrw.de und www.energieland.nrw.de:

Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Red Herring hat SFC Smart Fuel Cell (Brunnthal-Nord) in die Top-100 Liste aufgenommen. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Redakteure des Red Herring glauben an das Marktpotenzial des Unternehmens.“ Insgesamt hat die Jury 600 europäische und israelische Firmen genauer unter die Lupe genommen. Bewertungskriterien waren das Geschäftsmodel, die Profitabilität, das Management sowie Produkte und Dienstleistungen. SFC entwickelt, produziert und vermarktet Direkt-Methanol-Brennstoffzellensysteme für netzunabhängige Geräte.“ Weitere Infos zu SFC erhalten Sie unter www.smartfuelcell.de.

HANNOVER MESSE Treffpunkt "WASSERSTOFF + BRENNSTOFFZELLE" 14/04/05

MESSESTIMMEN

Letzter Tag der HANNOVER MESSE 2005. Und wieder zeigte sich, dass es nach Meinung - von der Newsletter-Redaktion - befragter Aussteller für die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Branche „keine wirkliche Alternative“ zu Hannover gibt. Eine zufällige Stimmensammlung zum Messeverlauf lässt sich einfach zusammenfassen: hoch qualifizierte Messebesucher, verstärktes Interesse an der Technologie, neue wichtige Kontakte zu potenziellen Kunden, verbesserte Perspektiven in Richtung Marktreife, gezielte Nachfragen von nachweislichen Fachleuten und – nicht zuletzt – das gelungene, umfassende Angebots-Umfeld auf dem Gemeinschaftsstand der Arno A. Evers FAIR-PR in Halle 13 (G60). – Hier ein paar O-Töne:

Ake Johnson (Leiter Marketing, h-tec Wasserstoff-Energie-Systeme GmbH): Wir waren Anlaufstelle für Messebesucher, die sich hier offensichtlich erstmals mit der Brennstoffzellen-Technologie beschäftigt haben. Wir konnten zahlreiche Anfragen beantworten, und unsere Produkte fanden insbesondere auch bei Schülern großes Interesse. Rundum sind wir mit dem Messeverlauf zufrieden, wobei die günstige Lage unseres Standes sicher dazu beigetragen hat.

Eva Frey (Manager Business Development, Stationäre Brennstoffzellen Europa, Siemens AG Power Generation): Das Besucherinteresse war riesengroß. Ich kann kaum noch sprechen. Wir hatten an unserem Stand sehr konkrete Gespräche und überwiegend gezielte Anfragen. Wir sind außerordentlich zufrieden.

Wolfgang Axthammer (Projektleiter Landesinitiative Brennstoffzelle Niedersachsen): Es hat sich für die Brennstoffzellen-Initiative unseres Landes sehr gelohnt, auf der HANNOVER MESSE dabei zu sein. Insbesondere auch die gemeinsame Präsentation mit der Sartorius-AG war ein positiver Akzent. Wir sind ja erstmals auf dem Gemeinschaftstand „Wasserstoff + Brennstoffzellen“ vertreten – eine gute Entscheidung, in diesem Konzert der Branche mitzuspielen.

Herbert Hansel (Marketing Manager, Rietschle Thomas Puchheim GmbH): Anfangs waren wir doch etwas skeptisch, aber ich kann jetzt sagen, dass sich unsere Beteiligung hier gelohnt hat. Wir haben nicht nur bestehende Kontakte vertiefen, sondern auch neue knüpfen können. Ich denke, dass wir langsam in eine Phase kommen, in der sich das Engagement in unsere Produkte allmählich lohnen kann. Wir wissen allerdings auch, dass wir damit heute für die Zukunft von morgen investieren.

Dr. Gunther Kolb (Leiter Reformiertechnik, IMM Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH): Wir haben festgestellt, dass Anfragen und Wünsche der Messebesucher sehr zielorientiert waren. Wer hier bei uns vorbeikommt, weiß, was er sucht und kommt sehr schnell auf den Punkt. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten wir ein noch spezifischeres und verstärktes Interesse an Spezialkomponenten registrieren. Wir sind also recht zufrieden mit dem Messeverlauf in diesem Jahr.